Geschichte der Sektion

  • 1882 Gründung der Sektion in Erfurt. 
  • 1883 Übernahme eines Arbeitsgebiets in der Rauris. Der in diesem Jahr angelegte Weg trägt noch heute den Namen Erfurter Weg. 
  • 1895 Einweihung der Erfurter Hütte im Rofan. Sie erwies sich bald als zu klein und wurde 1905 großzügig erweitert. 
  • 1920 Bei einem Brand wird die Hütte fast vollständig zerstört. 
  • 1924 Gründung einer Bergsteigergruppe. 
  • 1925 Einweihung des Hüttenneubaus. Die neugegründete Skiabteilung zählt 62 Mitglieder. Die Betreuung übernimmt Gustav Räther. 
  • 1929 Mit dem Beginn der Weltwirtschaftskrise werden Reisen nach Österreich aus finanziellen Gründen fast unmöglich. 
  • 1933 Die Spannungen zwischen Deutschland und Österreich führen zu einer Schließung der Grenze. Erst 1938 sind wieder Reisen dorthin möglich. 
  • 1945 Die Sektion wird - wie die anderen Alpenvereinssektionen auch - von der sowjetischen Militäradministration verboten. Die Hütte wird beschlagnahmt und von einem öffentlichen Treuhänder verwaltet. Hierzu wird Martin Busch bestimmt. 
  • 1955 Verlegung des Vereinssitzes nach Ettlingen. 
  • 1959 Einweihung der Rofanseilbahn. Die Bemühungen des damaligen Vorsitzenden, Hans Nitze, das Rofan unter Naturschutz stellen zu lassen und damit ihren Bau zu verhindern, waren erfolglos. 
  • 1960 Neuer Vorsitzender der Sektion wird Otto Henrich. Die Hütte wird um einen Küchenanbau erweitert, eine Kläranlage wird gebaut und ein Dieselaggregat angeschafft. Außerdem erfolgen die ersten Bauten für die Trinkwasserversorgung. 
  • 1969 Gerd Arntz übernimmt den Sektionsvorsitz. 
  • 1973 Wiedererwerb der Hütte im Rofan. Damit ist der Sektion der Zugang zu Zuschüssen des Landes Baden-Württemberg offen. In den folgenden Jahren wird für die Trinkwasserversorgung eine Verteilanlage und ein Hochbehälter gebaut. Die sanitären Anlagen werden modernisiert. Nach dem Ausbau der Zimmer und der Lager erweist sich eine Erneuerung des Dachs als notwendig. 
  • 1980 Gerd Arntz scheidet aus dem Vorstand der Sektion aus. Neuer Vorsitzender wird Thomas Käufl. Die Hütte wird an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. 
  • 1985 Einweihung eines Hüttenanbaus, der die Wohnung für den Hüttenwirt und sein Personal aufnimmt, sowie neue Gasträume und Übernachtungsplätze bietet. 
  • 1992 Mit Verabschiedung des neuen Naturschutzgesetzes in Baden-Württemberg beginnen schwere Zeiten für die Kletterer. Fast alle Felsen sollen unzugänglich werden. Mitglieder der Sektion versuchen in zähen Verhandlungen mit den Behörden, die unsinnigen Kletterverbote abzuwehren. 
  • 1995 Beginn der Erweiterung der Erfurter Hütte auf der Südseite. Wieder einmal müssen die sanitären Anlagen modernisiert werden. 
  • Im Dezember verliert die Sektion in Rolf Gundermann ihren Jugendreferenten. Die Kletterer verlieren einen der aktivsten Kämpfer für den Erhalt der Kletterfelsen. Zusammen mit Thomas Käufl hat er an der Petition des Landesverbands des DAV für das Klettern an den Plättigfelsen mitgearbeitet. 
  • 1997 Der Petitionsausschuß des Landtags von Baden-Württemberg erlaubt das Klettern am Plättig. Jedoch wird das Klettern am Steinbruch Wiedenfelsen verboten. 
  • 2000 Thomas Käufl beendet seine Amtszeit als erster Vorsitzender. Neuer Vorsitzender wird Rolf Hamberger. 
  • 2001 Die Mitgliederversammlung wählt als neuen Namen des Vereins DAV Sektion Ettlingen e.V. 
  • 2004 erstmalige Verleihung des Umweltgütesiegels für die Erfurter Hütte
  • 2010 Dachsanierung und Modernisierung der neuen Matratzenlager im Dachgeschoss der Erfurter Hütte
  • 2012 Rolf Hamberger beendet seine Amtszeit als erster Vorsitzender. Seine Nachfolgerin wird Doris Krah.
  • 2012 Die Familie Kostenzer, die in zweiter Generation die Erfurter Hütte bewirtschaftet hat, geht in den Ruhestand.
  • 2012 Neue Pächter auf der Erfurter Hütte werden Kornelia und Raimund Pranger
  • 2013 Umzug der Geschäftsstelle von der Zehntwiesenstr. 9 in die Kronenestr. 7
  • 2015 Kauf der Schönbrunner Hütte im Schwarzwald von der DAV Sektion Mannheim
  • 2016 Thomas Käufl, der von 1980 bis 2000 Vorsitzender der Sektion war, verunglückt tödlich beim Klettern in der Pfalz

Die Geschichte der Sektion nach 1945 ist hauptsächlich eine Hüttengeschichte. Dies hat seinen Grund darin, daß erst mit Beginn der siebziger Jahre vermehrt neue Mitglieder in den Verein eintraten, die vorrangig Bergsteiger waren.

Die ausführliche Geschichte der Sektion ist der Festschrift zum 100jährigen Bestehen zu entnehmen. Das Heft 2/95 der Sektionsmitteilungen enthält eine Darstellung der Hüttengeschichte. Schreiben Sie uns, wenn Sie daran interessiert sind.