Wandern in der Pfalz '22

Samstagmorgens um 8:45 Uhr, ferienunverhältnismäßig, trafen wir uns am Karlsruher Hbf. Von dort aus ging es mit Bahn und Bus in die Pfalz nach Appenthal- Elmstein. Nach knappen 2 Stunden kamen wir dort an. Von nun an mussten wir unseren Weg aus eigener Kraft fortsetzen, also zu Fuß. Nach einem kurzen Marsch durch die Ortschaft führte unser Weg in den Pfälzer Wald hinein. Nach einem steilen, warmen, schweißtreibenden aber trockenen Aufstieg kam dann doch der Regen. Dieser kam leider wie angekündigt. An einem trockenen Plätzchen unter den Bäumen zogen wir fix die Regenkleider an, aßen einen Keks und Liefen dann weiter. Von immer wiederkehrenden Regenschauern begleitet setzen wir unseren Weg bis zu einer kleinen Schutzhütte fort. Dort machten wir Mittagspause.

Gut gestärkt setzten wir unsere Tour durch das regnerische Wetter fort. Nachdem wir 1x falsch abgebogen waren sind wir an einem schönen Birkenwäldchen vorbeigekommen. Auf unserer Hauptroute zurück sahen wir, dass der eigentliche Weg sowieso gesperrt gewesen war.

Jetzt war es nicht mehr weit bis zu unserem Tagesziel. Nach einem kleinen Anstieg, einem Abstieg ins nächste Tal und einem letzten Aufstieg waren wir dann auch am Zeil angekommen, dem Johanniskreuz. Nach einer heißen Schokolade und einem Stück Kuchen, bezogen wir dann unsere Zimmer. In einer kurzen Pause mit ein paar Runden Kartenspielen erholten wir uns und gingen dann etwas zu Abend essen.

Am nächsten Morgen stärkten wir uns mit einem großen Frühstück, packten unsere Sachen wieder in den Rucksack und marschierten los. Heute wollten wir 20 km laufen. Das Wetter war am Morgen noch neblig und der Boden sehr nass. Doch der Wetterbericht war gut für den Tag angekündigt und es sollte gegen Mittag die Sonne rauskommen. Heute führte uns unser Weg zu beginn durch Wälder mit hohen Bäumen und schmalen Pfaden, später dann über Schotterwege meist bergab. Dadurch kamen wir flott voran und der leichte Muskelkater in den Beinen wurde während des Laufens weniger. Bis zu unserer ersten Pause, trafen wir fast keine anderen Menschen im Wald. Wir haben dafür diverse Pflanzen bestimmt und über diverse Themen diskutiert und die Ruhe im Wald genossen.
Unser Pausenplatz befand sich an einer Bank direkt an einem wunderschönen Bach. Inzwischen war die Sonne raus gekommen und das langsam fließende Wasser glitzerte in der Vormittagssonne. Hier verweilten wir gute 30 Minuten. Nach unserer Pause zogen wir die Rucksäcke wieder auf, die bei jedem aufsetzten gefühlt schwerer wurden. Nach einem Blick auf die Verbleibenden Kilometer und die Uhr beschlossen wir zügig aber nicht zu schnell unseren Weg fortzusetzten. Inzwischen wurde das Tal flacher und breiter, so veränderte sich auch die Vegetation und es gab viel zu entdecken beim Laufen.
Unsere nächste Pause machten wir an einer kleinen Hütte im Wald, diesmal gab es nur Kekse. Jetzt war das Ziel des heutigen Tages schon in greifbarer Nähe. Also gingen wir weiter und hatten uns im Kopf auch schon eine Bahn die wir erreichen wollten ausgesucht. Jetzt kamen wir immer näher in besiedeltes Gebiet und so nahmen auch die Menschen, denen wir begegneten zu. Der Weg wurde immer einfacher und zog sich immer mehr.
Doch dann endlich kam der Bahnhof ins Blickfeld was uns motivierte auch das letzte Stück noch zu laufen. Am Bahnhof angekommen hatten wir Glück und mussten nicht lange auf den Zug nach Hause warten. Für den Heimweg benötigten wir wieder ungefähr 2 Stunden.

Müde aber glücklich kamen wir nach der Bahnfahrt am späten Nachmittag in Karlsruhe an. Das Wochenende hat allen super gut gefallen und wir freuen uns schon so etwas nochmal machen zu können.

Text: alle

Bilder: Isa